Protest gegen den Fasch8isten Björn Höcke und den AfD-Neujahresempfang im Dortmunder Rathaus
AfD, Politik

Dortmund tritt AfD-Faschist Björn Höcke entgegen

Viele Freunde hat sich Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti heute nicht gemacht. Hat er doch nicht verhindert, dass der Faschist und AfD-Politiker Björn Höcke beim AfD-Neujahrsempfang im Rathaus der Stadt auftritt.

Wie es dazu kam, dass der Weg durch die Gerichtsinstanzen unter dem seit gut 80 Jahren ersten CDU-Stadtoberhaupt nicht vollständig gegangen wurde, dürfte in den nächsten Wochen viel diskutiert werden. Fest steht, unter seinen SPD-Vorgängern hat es Vergleichbares nicht gegeben.

Gegenüber WAZ-Reporterin Stephanie Heske sagte der OB am Nachmittag: „Die juristischen Grundlagen sind so, dass wir da einfach es sehr, sehr schwer haben werden, darüber die AfD zu bekämpfen. Wir müssen das politisch machen, das war mir immer klar.“ Man habe keine andere Möglichkeit gehabt, als Räume zur Verfügung zu stellen. „Das haben übrigens meine Vorgänger auch schon immer getan, da gab es keine Demonstration“, so Kalouti zur WAZ. Heiner Garbe, AfD-Fraktionschef im Rat der Stadt, sagte demnach: „Die CDU hat in Dortmund einen Oberbürgermeister, den man in den USA eine Lame Duck, eine Lahme Ente, nennen würde. Als er hörte, dass Höcke kommt, wollte er zurückrudern.“

Keine Chance für Björn Höcke beim Hermannsdenkmal

Protest gegen den Fasch8isten Björn Höcke und den AfD-Neujahresempfang im Dortmunder Rathaus

Auf dem Dortmunder Friedensplatz vor dem Rathaus demonstrierten derweil am Nachmittag laut Polizei 3300 Menschen gegen die AfD und ihren Gastredner aus Thüringen, wo die AfD vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird. Ein breites Bündnis aus Parteien und Verbänden in Dortmund hatte dazu aufgerufen, aber mit nur 600 Teilnehmenden gerechnet.

Dass er nicht überall Freunde hat, erlebte Björn Höcke übrigens schon am Vormittag. Gemeinsam mit mehreren AfD-Politikern aus Nordrhein-Westfalen war er an den Externsteinen im Teutoburger Wald aufgetaucht. Ursprünglich wollte man wohl zum nahegelegenen Hermannsdenkmal. Dort hatten sich allerdings rund 350 Gegendemonstranten eingefunden. Ein Treffen von Björn Höcke und dem AfD-Politiker Matthias Helferich fand dann hier nicht wie geplant statt. Nach Medienberichten verlegten die Politiker ihr Treffen deshalb kurzfristig zu den Externsteinen.

Beide Orte hatten im Nationalsozialismus eine propagandistische Bedeutung. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Betreiber der beiden Ausflugsziele kämpft seit Jahren gegen die Vereinnahmung der Orte durch Rechtsextreme.

Protest gegen den Fasch8isten Björn Höcke und den AfD-Neujahresempfang im Dortmunder Rathaus

Wie geht die Dortmunder Medienlandschaft mit dem Ereignis um? Während nordstadtblogger.de und die WAZ live und ohne Bezahlschranke ausführlich berichten, geben sich die CDU-nahen Ruhr-Nachrichten zugeknöpft, sprich: es gibt nur eine Headline für die, die nicht zahlen.

Protest gegen den Fasch8isten Björn Höcke und den AfD-Neujahresempfang im Dortmunder Rathaus

Fotos: Markus Schulte

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