Die AfD und das Märchen über „die da oben“

Im September 2024 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Thüringen, Sachsen und Brandenburg ihre Landtage. Seit Monaten liegt die AfD in Thüringen in Umfragen mit zum Teil über 30 Prozent weit vorn, in Sachsen mit ähnlich hohen Werten an zweiter Position. Auch in Brandenburg steht die Partei, die vom Bundesamt für den Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft wird, mit knapp unter 30 Prozent an erster Stelle.

Trifft es wirklich „die da oben“?

Medien, Politik und Wirtschaft haben inzwischen erkannt, dass dieser Trend ein gefährlicher ist. Ihre Reaktionen sind zum Teil aber hilflos, eher kontraproduktiv.

Deshalb sollte sich jede Bürgerin, jeder Bürger in diesem Land fragen, welchen Anteil sie oder er daran hat, dass eine Partei wie die AfD, die immer offensiver rechtes Gedankengut verbreitet und auf Hass setzt, in diesem Land so stark werden kann.

Es soll heute viele geben, die die AfD wählen oder wählen wollen, weil ihnen die Politik nicht gefällt, die „die da oben“ machen – vor allem der aktuellen Bundesregierung. Wer so denkt, den bitte ich, vor seinem Gang zur Wahlurne sich noch einmal umfangreich zu informieren, was für eine Partei die AfD wirklich ist? Ob ihre Politik am Ende nicht einen selber trifft?

Radikalisiert sich die AfD?

Die AfD ist mittlerweile in drei ostdeutschen Bundesländern vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Partei radikalisiert.

Viele unterschätzen oder wissen nicht, dass die AfD auch schon als kleiner Partner in Regierungskoalitionen schnell die Möglichkeit hat, über Neubesetzungen bei Richterämtern mit zu entscheiden oder in Aufsichtsgremien den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu schwächen.

Zum Zweck der Information habe ich diese Homepage eingerichtet. Hier gibt es Fakten, wie zum Beispiel Polizeiberichte über rechtsextreme Taten, und Meinung – beides ordentlich voneinander getrennt, wie ich es als Journalist gelernt habe.

Foto: Marc-Steffen Unger