AfD

Proteste gegen AfD: „Bei extrem rechten Akteuren greift da eine kognitive Dissonanz“

Berlin/Oxford – Die Demonstrationen von Hunderttausenden in den letzten Monaten und die Debatten über Parteiverbot und Ausschluss aus der Parteienfinanzierung schwächen die AfD. Doch die Expertin Julia Ebner, die an der Universität Oxford zu extrem rechten Netzwerken forscht, nach einem Bericht der Berliner Morgenpost darin auch Risiken.

Im Interview sagt sie: „Die Massendemonstrationen können einen Teil der extremen Rechten und der AfD radikalisieren.“ Der Glaube, in der Mehrheit zu sein, bekomme Risse: „Die Gefahr ist, dass für den extremistischen Teil der rechten Bewegung nun Gewalt einen noch größeren Stellenwert in der Strategie bekommt.“

Was kann passieren? „Rechte Aktivisten streiten ab und manipulieren, zugleich sehen sie ja, dass Hunderttausende sich ihnen in den Weg stellen“, so die Expertin laut dem Bericht: „Da greift bei extrem rechten Akteuren eine kognitive Dissonanz. Das ist eine entkoppelte Welt. Und wir erleben schon jetzt, dass in diesen Netzwerken auch Gewalt geschürt wird.“

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