BMI verbietet rechtsextremes Compact-Magazin AfD Rechtsextremismus
Politik

Rechtsextremismus größte Bedrohung

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht die größte Bedrohung für die deutsche Demokratie weiterhin beim Rechtsextremismus. Das sagte er heute, als er gemeinsam mit BfV-Präsident Sinan Selen den Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2025 vorstellte. Der Minister betonte, dass die Behörden deshalb nun stärkere Befugnisse erhalten sollen. Ziel der Bundesregierung sei eine konsequente Bekämpfung jedes Extremismus-Formats durch mehr wirksames Handeln in den Sicherheitsbehörden.

Nach Zahlen des Berichts gibt es eine schleichende Eskalation mit Alarmzahlen im Jahr 2025. Insgesamt wurden 58.851 Straftaten mit extremistischem Hintergrund verzeichnet. Das Personenpotenzial im Rechtsextremismus ist 2025 noch einmal weiter deutlich um rund 17 Prozent angewachsen – von 50.250 in 2024 auf 58.700 in 2025. Die Zahl der gewaltorientierten Rechtsextremisten stieg auf 15.600 (2024: 15.300).

Extremistische Akteure sind dem Bericht nach besonders in sozialen Medien, wie zum Beispiel auf Instagram oder TikTok aktiv, um für die Teilnahme an Veranstaltungen zu mobilisieren und Propagandainhalte zur Radikalisierung der Nutzerinnen und Nutzer zu verbreiten.

So bilden sich gemeinsame Resonanzräume, weitverzweigte, oft internationale Vernetzungen, die zu einer schnelleren Radikalisierung häufig sehr junger Menschen führen. Auch reichweitenstarke Onlinemedien und sogenannte Content-Creators fungieren dabei als Multiplikatoren zur Verbreitung der jeweiligen Ideologie. Auch Gaming-Plattformen, wie beispielsweise Roblox werden von extremistischen Akteuren gezielt genutzt, um junge Menschen anzusprechen und ideologisch zu beeinflussen.

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